Tennislexikon V
Verband Deutscher Tennislehrer (VDT)
Der Verband Deutscher Tennislehrer e.V. (VDT) wurde 1911 in Berlin gegründet. Er hat sich zur Aufgabe gemacht, alle vom DTB und VDT lizensierten hauptamtlichen Trainer zu vertreten und veranstaltet Lehrgänge, Fortbildungen und Kongresse. Seit Januar 2000 können auch nebenberuflich tätige Übungsleiter Mitglied im VDT werden. Vorausgesetzt, sie haben eine gültige C-Trainerlizenz des DTB/DSB.

Verdeckter Schlag
Der Gegner kann nicht erkennen, welchen Schlag sein Gegenüber spielen wird.

Verletzungen
Da die Schwere der Sportverletzungen beim Tennis von den Betroffenen nur schwer eingeschätzt werden kann, sollte unbedingt ein Arzt, möglichst ein Sportmediziner, konsultiert werden, vor allem wenn die Schmerzen an den betroffenen Stellen anhalten.

Eisspray und kalte Kompressen wirken schmerzlindernd, beseitigen aber nicht die Verletzungsursache.

Vibrationsdämpfer
Schwingungsdämpfer für die Schlägerbespannung

Am 7. August 1928 erhielt der Amerikaner Albert Brown Hilton das deutsche Patent für eine Dämpfungshülse an den untersten zwei Quersaiten der Schlägerbesaitung, dem ersten Vibrationsdämpfer. Die patentierte Hülse sollte das "Zittern bei leichten Stößen hindern und bei schweren Stößen dämpfen". Auch sollte das Singen der Saiten unterbunden werden.

Im Jahr 1984 erfand Rene´ Lacoste den bekanntesten Vibrationsdämpfer, den "Vibrastop". Es ist eine ringförmige Gummitülle, die zwischen die Saiten eingeklemmt wird. In den Jahren danach folgten die Entwicklungen von unterschiedlichsten Vibrationsdämpfern, von Gummibändern über "Kunststoffschlangen" bis hin zu bleigefüllten "Power Buttons". Er wurden auch zwei oder mehr Saiten mit einer Gummischnur umwickelt. Andre Agassi spielt ein solches Racket. Beinahe jeder Hersteller hat sein eigenes System entwickelt. Jedoch müssen alle Dämpfer unterhalb der untersten Quersaite angebracht werden.

Mit der Entwicklung von Schlägerrahmen aus Graphit, Carbon und Fiberglas werden die Vibrationsdämpfer immer beliebter, denn die Rahmen aus diesen Materialien neigen dazu, beim Ballkontakt zu klirren. Die Dämpfer fangen Saitenschwingungen von rund 650 Hertz ab, die Rahmenschwingungen dagegen nicht.

Volley

engl. volley
ein aus der Luft vor dem Körper angenommener Ball ("Flugball"), der den Boden noch nicht berührt hat.

Es wird zwischen einem hohen Volley oberhalb und einem tiefen Volley unterhalb der Netzkante unterschieden.

Wichtig:

Der Schläger darf bei der Ausführung eines Flugballes nie hinter dem Körper sein. Man geht dem Ball entgegen und trifft ihn weit vor dem Körper, möglichst mit keiner bzw. einer minimalen Ausholbewegung.

Den hohen Volley oberhalb der Netzkante spielt man mit einer leichten Abwärtsbewegung. Die Schlagfläche bleibt kurz nach dem Treffpunkt stehen und zeigt in Richtung des Ziels.

Für den tiefen Volley unterhalb der Netzkante geht man weit in die Knie. Die Schlägerspitze zeigt möglichst nach oben und befindet sich weit vor dem Körper.

Je tiefer der Spieler den Flugball in Bodennähe trifft, desto mehr Unterschnitt gibt er ihm mit. Es hat wenig Sinn, aus dieser Position einen Punktgewinn erzielen zu wollen. Man setzt statt dessen den tiefen Volley sehr lang in die Ecke und rückt noch weiter ans Netz auf. Ein zweiter Volley oberhalb der Netzkante ist risikoärmer.

 

Vorhand
Grundschlag, bei dem die Innenfläche der Hand in Spielrichtung zeigt. Wenige Spieler spielen eine Vorhand mit beiden Händen am Griff.

Beim modernen Vorhandschlag ist die Fußstellung leicht offen. Die meisten Spieler benützen für den leichten Topspin den Semi-Western-Griff. Mit dem Blick wird der Ball fixiert. Die Ausholbewegung beginnt früh. Jetzt werden Schulter und Hüfte nach hinten aufgedreht, der Schläger wird mit nach hinten geführt. Der ganze Körper ist gespannt. Fliegt der Ball in der "vorausberechneten" Höhe an, entlädt sich die Körperspannung in einem explosionsartigen Schlag. Der Schlägerkopf wird über den Ball gezogen.

Wird eine extrem überrissene Topspin-Vorhand gespielt, geht der Spieler tiefer in die Knie und trifft den Ball etwa auf Höhe seiner Knie.

Vorteil

engl. advantage
Der Spieler, der nach dem Einstand (40:40) einen Punkt gewinnt, hat "Vorteil". Zum Spielgewinn benötigt er einen weiteren Punkt.