Saiten
Die in den Schlägerkopf eingezogene Bespannung sind Saiten.
Es wird in Naturdarmsaiten (werden heutzutage wenig gespielt)
und Kunststoffsaiten unterschieden. Ursprünglich
wurden Tennisschläger ausschließlich mit natürlichen
Saiten aus Kuh- und Schafsdärmen bespannt.
Heute werden über 95% der Schläger mit Saiten
aus synthetischen Fasern gespannt. Man unterscheidet monofile
(= eine einzige Faser) und multifile Saiten mit bis zu 1600
miteinander verwobenen Fasern. Die Elastizität einer Naturdarmsaite
konnte trotz aller technischen Entwicklungen noch nicht erreicht
werden.
Satz
Ein Satz besteht mindestens aus 6 Spielen, wobei ein Spieler
für den Satzgewinn mindestens 2 Spiele Vorsprung haben
muß (6:4 und 7:5). Bei 6:6 entscheidet der Tiebreak.
Satzball
Ein Punkt vor dem Satzgewinn.
Schiedsrichter
Da der Schiedsrichter (engl. umpire) auf einem zwei Meter hohen
Stuhl zur besseren Übersicht über das Spielfeld sitzt,
wird er auch Stuhlschiedsrichter (engl. chair umpire) genannt.
Die Ausbildung zum "Schiedsrichter" kann
man im Alter von 16 Jahren beginnen mit einem Lehrgang zum Bezirksschiedsrichter.
Später kann die Lizenz als Verbandsschiedsrichter erworben
werden. Wer danach eine DTB-Ausbildung durchläuft und bei
kleineren Turnieren Erfahrungen gesammelt hat, erhält eventuell
Einsätze bei Profi-Turnieren der ATP oder WTA.
Aufgaben des Schiedsrichters:
1. Vor Spielbeginn
Prüfen des Spielplatzes udn der ständigen
Einrichtungen (Netzhöhe, Einzelstützen, Schiedsrichter-Stuhl,
Spielerbänke, etc.)
Vorstellung gegenüber den Spielern
Information über Spielmodus (Satzzahl, Tiebreak, Bälle)
Überprüfen der Spielkleidung
Auslosung Aufschlag/Rückschlag/Seite
Überwachen der Einschlagzeit
Vorstellen der Spieler gegenüber den Zuschauern
2. Während des Spiels
Überwachen der Einhaltung der Tennisregeln und
der sonstigen geltenden Bestimmungen
Überwachen des Seiten-, Aufschla-, Rückschlag- und
Ballwechsels
Überwachen der zulässigen Spielunterbrechungen
Ausrufen der Fehler und, sofern keine Linienrichter eingesetzt
sind, der "Aus-"Bälle
Ansagen oder Aufzeigen des Standes der Punkte, Spiele und Sätze
Entscheidung über die Spielbarkeit von Bällen
Führung des Schiedsrichterblattes
in Ausnahmesituationen: Prüfung des Ballabdrucks, Berichtigung
von Entscheidungen, Regelentscheidungen nach Fehlern in der
Reihenfolge beim Aufschlag, Rückschlag, Seitenwechsel,
Ballwechsel
3. nach Spielende
Ansage des Spielergebnisses
Abschluß des Schiedsrichterblattes
Meldung des Spielergebnisses und ggf. verhängter Maßregeln
an den Oberschiedsrichter und an die Turnierleitung
Schläger
"Handwerkszeug" der Tennisspieler. Schläger können
aus unterschiedlichen Materialien hergestellt werden.
Die ITF schreibt die Höchstmaße für
die Schlägergröße vor. Der Rahmen des Schlägers
darf einschließlich Griff eine Gesamtlänge von 73,66
cm und eine Gesamtbreite von 31,75 cm nicht überschreiten.
Die Bespannungsfläche darf in der Gesamtlänge
39,37 cm und in der Gesamtbreite 29,21 cm nicht überschreiten.
Die Schlagfläche muß flach sein und aus
einem Muster sich kreuzender Saiten bestehen, die an einem Rahmen
befestigt sind und an ihren Kreuzungspunkten abwechselnd verflochten
oder verbunden sind. Das Besaitungsmuster muß völlig
gleichmäßig sein, Es darf in der Mitte nicht weniger
dicht als in irgendeinem anderen Bereich sein.
Schläger, die den technischen Daten nicht entsprechen,
sind zum Spiel nicht zugelassen.
Das engl. Wort Racket (Schläger) kommt wahrscheinlich
aus dem arabischen "ra`hat (Handfläche) oder dem latainischen
"reticulum". Eine erste Erwähnung findet man
bei Ovid, eine 2. im 12. Jahrhundert bei Cinnamus, eine weitere
im 14. Jahrhundert bei Chaucer. Die Vorgänger des eigentlichen
Tennisspiels wurden zunächst mit der blanken Hand gespielt,
die man später mit Lederstreifen umwickelte, um sie dann
schließlich mit einem Handschuh zu schützen. Um 1550
schließlich gab es die ersten Tennisschläger aus
Holz mit Bespannung.
Semifinale (SF)
Vorschlussrunde oder Halbfinale eines Turniers, die Runde der letzten Vier. Die Sieger der beiden Halbfinals erreichen das Finale. Manchmal wird unter den Verlierern der beiden Halbfinals der 3. Platz ausgespielt.
Schlägermaterialien
Meistens bestehen moderne Rackets aus graphit- und Carbonfasern,
verstärkt mit Titangeflechten. Holzschläger werden
heute nicht mehr produziert.
Schleife
schleifenartige Ausholbewegung für einen Grundschlag, sowohl
Vorhand als auch Rückhand. Je schneller der Ball anfliegt,
desto flacher und kürzer ist die Schleifenbewegung beim
Ausholen.
Schmetterball
engl. smash
mit großer Kraft gespielter, über Kopf angenommener
Ball. Der Schmetterball sollte so hoch wie möglich getroffen
und mit Handgelenkeinsatz geschlagen werden, ähnlich der
Aufschlagbewegung. Der Spieler verlagert sein Körpergewicht
auf das hintere Bein.
Schomburgk-Spiele
Zum Gedenken an den langjährigen verdienten Bundesleiter
und Ehrenpräsidenten des Deutschen Tennis Bundes, Dr. Wilhelm
Schomburgk, werden seit dem Jahr 1959 die Senioren-Mannschaftsmeisterschaften
als "Schomburgk-Spiele" durchgeführt, seit 1968
auch für Seniorinnen. Mit Zwei-Drittel-Mehrheit bestimmte
die Generalversammlung des DTB, daß ab 1977 nur jene Verbände
an den Großen Schomburgk-Spielen der Damen und Herren
teilnehmen können, die eine Rangliste aufgestellt haben.
Schuhe
Je nach Bodenbelag wird mit unterschiedlich besohlten Tennisschuhen
gespielt. In der Halle und auf Teppichboden wird mit Schuhen
ohne Profil gespielt.
Seitenwahl
Auslosung vor dem Match, wer auf welcher Spielfeldseite beginnt.
Meist wird jedoch das Aufschlagrecht ausgelost. Der unterlegene
Spieler darf dann die Seite wählen.
Seitenwechsel
Beim Tennisspiel werden die Spielfeldseiten jeweils nach 2 Spielen
gewechselt. Um die Chancengleichheit zu wahren (z.B. Einflußnahme
von Sonne und Wind auf den Aufschlag), sehen die Regeln den
Wechsel der Spielfeldhälften in den vorgeschriebenen Pausen
vor:
nach dem 1. Spiel und anschließend nach jeweils
2 Spielen.
Seit Januar 2000 gibt es keine Pause mehr nach dem
1. Spiel eines Satzes, der Seitenwechsel blieb erhalten.
Serve-and-Volley
Aufschlag und anschließender Netzangriff mit Flugball.
Der Aufschlag (engl. = serve) wird so ausgeführt,
daß der Return des Gegners bestmöglich volliert werden
kann.
Setzliste
Bei Turnieren werden für das Hauptfeld und auch die Qualifikation
vor der Auslosung die spielstärksten Teilnehmer (z. B.
aufgrund der Ranglistenposition) gesetzt. Es werden auch Spieler
mit Wildcard, Qualifikanten und Lucky Loser gesetzt, wenn dies
ihrer Spielstärke entspricht.
Es ist eine Setzliste aufzustellen, die um mindestens
die Hälfte mehr Teilnehmer aufweisen soll, als gesetzt
werden, damit bei Ausfall von gesetzten Spielern die Nachrücker
in die frei gewordenen Setzpositionen bekannt sind.
Die Anzahl der gesetzten Spieler variiert zwischen
2 und 16 Spielern je nach Größe des Teilnehmerfeldes.
Die Gesetzen werden nach besten Bestimmungen in die einzelne
Viertel bzw. Achtel des Auslosungsplans eingefügt.
Durch das Setzen soll verhindert werden, daß
die Favoriten gleich in den ersten Runden aufeinandertreffen.
Die Nummer 1 und 2 der Setzliste stehen sich somit frühestens
im Endspiel gegenüber, auf die Nummern 3 und 4 treffen
sie erst im Halbfinale.
Slice
engl. slice
Schlage mit Rückwärtsdrall
"Anschneiden" des Balls, der durch Herunterziehen
des Schlägers auf ungerader Flugbahn leicht nach oben gelenkt
wird.
Spielball
Als Spielball wird der letzte Ball vor dem Spielgewinn bezeichnet.
Mögliche Spielstände sind damit 40:0, 40:15, 40:30
oder Vorteil.
Spielfeld
Das Spielfeld ist die durch Markierungslinien umgrenzte Fläche.
Das Einzelfeld ist 23,77 m lang und 8,23 m breit. Das Doppelfeld
ist nicht länger, aber 2,74 m breiter.
Spin
engl. spin
Durch "Anschneiden" erreichter Drall, Effet
des Balls
Sponsor
Förderer, Geldgeber.
Im Gegensatz zu einem Mäzen erwartet der Sponsor
eine Gegenleistung des Spielers, des Vereins, Verbandes, Turnierveranstalters
für seine erbrachten Leistungen, meist in Form von Werbung
auf der Kleidung und Ausrüstung, Werbeflächen im Stadion,
auf Programmheften, Plakaten, Autogrammstunden, Auftritten bei
Werbeveranstaltungen.
Stoppball
Der Ball wird extrem verlangsamt zurückgespielt, so daß
er unmittelbar hinter dem Netz niedergeht - meist unerreichbar
für den entfernt stehenden Gegner.
Super 9
Es war die höchst dotierte Turnierserie der ATP Tour in
den Jahren 1990 bis 1999. Die Super 9-Turniere von Indian Wells,
Key Biskayne, Monte Carlo, Rom, Hamburg, Montreal/Toronto, Cincinnati,
Stuttgart und Paris-Bercy gehören inzwischen zur Masters
Series und nennen sich Mastersturniere.
Sweetspot
Idealer Treffpunkt des Balles auf der Schlagfläche des
Schlägers.
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