Tennislexikon R
Racket
Andere Bezeichnung für Tennisschläger.

International sind verschiedene Bezeichnungen gebräuchlich: Racquet, Raquette, Rakett, Rachetta.

Rangliste
Einstufung von Spielern und Spielerinnen nach Punkten, die bei Wertungsspielen gewonnen werden.

Es gibt unterschiedliche Ranglisten: Weltranglisten, Nationale Ranglisten, Verbandsranglisten, Bezirksranglisten, Vereinsranglisten.

Ranglistenturnier
Wettbewerb, dessen Ergebnisse zur Erstellung einer Rangliste ausgewertet werden. Ranglistenturniere werden im Turnierkalender des Bayerischen Tennis-Verbandes mit einem "R" gekennzeichnet.

Rasen
natürlicher Bodenbelag, der sehr viel Pflege verlangt. Rasentennis wird hauptsächlich in England gespielt. Es werden nur noch drei Damen- und fünf Herrenturniere auf Rasen ausgetragen.

Re-Break
Zweiter Aufschlagverlust in einem Match in Folge. Ein Spieler hat seinen Aufschlag verloren (Break). Er nimmt dann direkt im Anschluß seinem Gegner den Aufschlag wieder ab (Re-Break).

Regeln
Bestimmungen der International Tennis Federation (ITF), die alle Belange zur Durchführung der Sportart Tennis regeln.

Darüber hinaus haben die Landesverbände eigene Wettspielbestimmungen, die die Regelungen für die Wettspielrunde im jeweiligen Verband festlegen. Die Broschüren sind über die Geschäftsstellen der Landesverbände (im BTV Tel. 089/15702-64/0-9, Fax. 089/15702-665, e-mail: ) erhältlich.

Return
Als "Return" wird der Rückschlag des Aufschlags bezeichnet. Er ist von der technischen Ausführung oft kein perfekter Vorhand- oder Rückhandschlag, da die Reaktionszeit des Rückschlägers sehr kurz ist. Die Ausholbewegung gerät kürzer, teilweise wird der Ball gar nur geblockt.

Bei Aufschlaggeschwindigkeiten von 170 bis 220 Kilometern/h muß ein Spitzenspieler einen Block-Return beherrschen.

Rollstuhltennis
Tennis im Rollstuhl nach nahezu identischen Regeln. Ausnahme: Der Ball darf zweimal aufspringen. Rollstuhltennis ist eine offiziell anerkannte Sportart mit Ranglisten, Turnieren und Weltmeisterschaften. Rollstuhltennis gehört der International Tennis Federation an.

Die Deutschen "Rollis" sind im Deutschen Rollstuhl Tennis-Verband e.V. (DRT) organisiert.

Rothenbaum
Stadtteil in Hamburg

Hier ist die Verwaltungszentrale sowie das Tennisstadion des Deutschen Tennis Bundes auf der Anlage des Clubs an der Alster.

Am Rothenbaum finden seit 1924 die Internationalen Tennis-Meisterschaften von Deutschland der Herren (= German Open) statt.

Round Robin
Ein Spielsystem, bei dem in Gruppenspielen jeder gegen jeden antritt. Round Robin wird im internationalen Turniertennis beim Masters Cup (ehemals ATP-Weltmeisterschaft), dem World Team Cup (ATP-Mannschafts-WM) in Düsseldorf und beim Hopman Cup (Mixed-WM) in Perth/Australien gespielt.

Rückhand
engl. backhand

Grundschlag, bei den der Handrücken in Spielrichtung zeigt. Sie kann einhändig oder beidhändig gespielt werden, zudem ohne Schnitt (Drive), mit Unterschnitt (Slice) oder mit Vorwärtsdrall (Topspin).

Der Rückhandschlag hat sich im Laufe der Jahre von einem hauptsächlich defensiven Schlag zu einem universell einsetzbaren Schlag entwickelt. Ale sich vor ca. 25 Jahren die Technik der beidhändig geschlagenen Rückhand neben dem einhändigen geraden Schlag (Drive) und dem Slice (Schlag mit Unterschnitt) durchsetzte, wurde die Rückhand von der Grundlinie zu einem aggressiven Angriffsschlag.

Auch als beidhändiger Topspinspieler (Schlag mit Vorwärtsdrall) muß man einen guten defensiven, einen offensiven Slice für einen Netzangriff sowie einen sicheren Volley mit einer Hand spielen können, um über ein umfassendes Schlagrepertoire verfügen zu können.

Rückschlag
Der vom Gegner zurückgeschlagene Ball heißt Rückschlag. Der beim Aufschlag zurückgeschlagene Ball heißt dagegen Return.

Rutschen
Auf Sandplätzen dient das Rutschen dazu, in einer bedrängten Situation den Ball mit einer weitgehend ruhigen Körperhaltung zu schlagen. Der Spieler (Rechtshänder) rutscht mit ziemlich offener Fußstellung in eine Schlagposition (vgl. Ausfallschritt) , der rechte Fuß muß dabei immer vorne sein - auch bei der Vorhand), linke Fußspitze zeigt in den Boden.

Achtung: Die Fußspitze des rechten Beines zeigt in Rutschrichtung, sonst besteht Verletzungsgefahr. Auch auf anderen Böden bietet sich das Rutschen aufgrund der Verletzungsgefahr nicht an.

Durch Rutschen kann das Körpergewicht schnell verlagert werden und der Spieler kann sofort wieder die günstigste Schlagposition einnehmen. Der Spieler gerät nicht so rasch unter Druck und hat mehr Zeit, den nächsten Schlag vorzubereiten.