Tennislexikon M
Masters
Das Endturnier einer Turnierserie. Das Masters war bis 1989 eine feste Einrichtung der ATP Tour der Herren, ehe das Masters der besten acht Spieler durch eine Weltmeisterschaft abgelöst wurde.

Seit heuer nennt sich das Jahresendturnier nur noch Masters Cup. Bei den Damen heißt es seit 1984 Championships.

Masters Series
Turnierserie der ATP Tour mit neun Masters-Turnieren und dem abschließenden Masters Cup. Bei den Masters wird ein Mindest-Preisgeld von 2,95 Millionen Dollar ausgeschüttet. Es sind die früheren "Super 9-Turniere" in Indian Wells, Miami (Key Biscayne), Mote Carlo, Rom, Hamburg German Open, Cincinnati, Toronto (jährlicher Wechsel mit Montreal), Stuttgart (Halle) und Paris-Bercy.

Masters Cup
Abschlußturnier der Masters Series. Die Austragungsorte wechseln. Im Jahr 2000 ist es Lissabon, 2001 Sao Paulo.

Matchball
Der Punkt vor dem Sieg. Deshalb bezeichnet man den Matchball international meist als "Matchpoint".

Matchplanung
Vorbereitung auf ein Spiel. Abstimmung der eigenen Spieltaktik auf die Fähigkeiten des Gegners.

Grundsätzlich gilt: Die Fehler des Gegners werden gesucht, in wichtigen Momenten ausgenutzt, ohne den eigenen Spielrhythmus zu stark zu verändern.

Medenspiele
Die Medenspiele, die Herrenmeisterschaften der Verbände, sind von der Hamburger Tennisgilde bereits vor dem ersten Weltkrieg zu Ehren des ersten Präsidenten des Deutschen Lawn Tennis Bundes, Carl August von der Meden, gegründet worden. Die Spiele wurden 1921 nach einer Unterbrechung von sieben Jahren und nach einer weiteren Pause während der Jahre 1943 - 1947 im Jahre 1948 wieder aufgenommen.

Ursprünglich waren die Meden-Spiele eine Herrenmeisterschaft der Vereine, da der alte Deutsche Lawn Tennis Bund ein Bund der Vereine war. Ein Bezirksverband konnte nur daran teilnehmen, wenn sich aus seinem Bezirk kein Verein zur Teilnahme gemeldet hatte. Das wurde 1927 zu einer Meisterschaft der Bezirke geändert. Ab 1948 werden die Großen Meden-Spiele als Herrenmeisterschaft der Verbände ausgetragen, da mit seiner Wiedergründung der Deutsche Tennis Bund ein Bund der Verbände wurde.

Seit 1990 wird nach neuem Modus - zwei Einzel und ein Doppel - gespielt.

Von der Meden organisierte in Hamburg 1892 das erste große Meisterschaftsturnier, Vorläufer der German Open. Noch heute heißt der Centre Court am Hamburger Rothenbaum Medenplatz.

Meldeschluß
Bis zu diesem vom Turnierleiter festgelegten Zeitpunkt müssen Profispieler ihre Zusage bzw. Anmeldung zu einem Turnier abgeben.

Mentales Training
Intensive, systematische gedankliche Vorstellung eines Bewegungsablaufes, ohne den Bewegungsablauf praktisch durchzuführen.

Durch mentales Training kann ein Bewegungsablauf verbessert und beschleunigt werden. Das intensive Hineinversetzen ruft neuro-psychologische Reaktionen hervor.

Mineralien
Wichtige Stoffe beim Aufbau von Gewebe und der Funktion des Stoffwechsels und der Muskelkontraktion. Wichtige Mineralien sind Calcium, Eisen, Jod, Kalium, Kochsalz, Kupfer, Magnesium, Phosphor.

Mixed
Gemischtes Doppel aus einer Dame und einem Herren pro Mannschaft. Es wird nach den Doppelspielregeln gespielt. Diese Doppelkonkurrenz wird bei den Profis nur noch bei Grand Slam-Turnieren und beim Hopeman Cup gespielt. Seit 1989 gibt es auch keine Nationalen Meisterschaften mehr.

Mode
Die Tennismode hat sich im Laufe der Jahre stark verändert und der Freizeitbekleidung angenähert. Spielten die Damen vor der Jahrhundertwende noch in langen weißen Kleidern, Hüten und zum Teil in hochhackigen Schuhen, wurden die Röcke bis heute immer kürzer. Auch die Männer tragen heute kurze Hosen.

Als letzte Reglementierung durch die Verbände fiel vor zwei Jahren die Vorschrift, ganz in Weiß zu spielen. Lediglich beim Turnier in Wimbledon existiert noch eine solche Kleiderordnung.

Mondball
Ein sehr hoher defensiver Ball, mit dem das Tempo aus dem Spiel genommen wird.

Ein mit starkem Topspin gespielter Mondball an die gegnerische Grundlinie ist schwer zurückzuspielen und kann manchmal als Angriffsvorbereitung dienen.

Musketiere, Die vier
Als die vier Musketiere nach den Romanhelden Aramis, Artos, Portos und D´Artagnan bezeichnet wurden die berühmten französischen Tennissportler Henri Cochet geb. 14.12.1901 in Lyon), Toto Brugnon (geb. 11. Mai 1895 in Paris), Rene´ Lacoste und Jean Borotra (geb.13.08.1898 in Biarritz).

Sie gewannen sechsmal den Davis Cup.