Tennislexikon L
Längssaiten
Es sind die langen Saiten in der Bespannung, die senkrecht zum Schlägergriff verlaufen.

Lawn Tennis
Engl. Bezeichnung für Rasentennis

Außerhalb von England diente das "Lawn" nur dazu, sich vom mittelalterlichen "Tennis" abzugrenzen. Als sich der Sport Ende des 19. Jahrhunderts etablierte, verschwand die Bezeichnung Lawn.

Lenglen, Suzanne
Franz. Tennissportlerin (1899 - 1938) "Die Göttliche"

Linien
Das Spielfeld wird mit Linien markiert, Sie sind mindestens 5 cm breit.

Die Linien, die das Spielfeld an den Enden und an den Seiten begrenzen, werden "Grundlinien" bzw. "Seitenlinien (Einzel)" genannt. Parallel zu den Seitenlinien verlaufen im Abstand von 1,37 m die Seitenlinien für das Doppel.

In einem Abstand von 6,40 m werden parallel zum Netz auf beiden Seiten Linien gezogen, die "Aufschlaglinien" genannt werden. Die Fläche beidseitig des Netzes zwischen diesem und den Aufschlaglinien wird zwischen den beiden Seitenlinien durch eine Linie, "Aufschlagmittellinie" genannt, in zwei Hälften geteilt. Die Aufschlagmittellinie verläuft parallel zu den Seitenlinien. Sie muß 5 cm breit sein.

Die Grundlinien werden in gedachter Verlängerung der Aufschlagmittellinie durch eine 10 cm und 5 cm breite Linie, "Mittelzeichen" genannt, in zwei Hälften geteilt. Das Mittelzeichen wird innerhalb des Spielfeldes angebracht, im rechten Winkel zur Grundlinie und mit dieser verbunden.

Alle anderen Linien dürfen nicht schmäler als 2,5 cm sein und nicht breiter als 5 cm sein, mit Ausnahme der Grundlinie, die nicht breiter als 10 cm sein darf. Alle Linien müssen von gleicher Farbe sein.

Linienrichter
Linienrichter werden bei größeren Turnieren zur Unterstützung des Stuhlschiedsrichters (an der Seitenlinie, der Mittellinie, der Grundlinie und der Aufschlaglinie) eingesetzt. Sie müssen blitzschnell erkennen, ob ein Ball im Feld oder im Aus ist. Der Linienrichter an der Aufschlaglinie hat eine doppelte Aufgabe, da er beide Linien im Wechsel kontrollieren muß.

Linkshänder
Linkshänder haben die gleiche Schlagtechnik wie Rechtshänder, haben aber psychologisch häufig im Vorteil, da sie aus Sicht ihrer Gegner spiegelbildlich Tennis spielen. Rechtshänder, die es gewohnt sind, nur gegen Rechtshänder zu spielen, haben Probleme sich auf einen Linkshänder umzustellen, weil sie ihre Technik komplett umstellen müssen.

wissenschaftlich gesehen steuert die rechte Hirnhälfte (die linke bei Rechtshändern) die Bewegungen des Linkshänders. Die rechte Hirnhälfte ist für räumliches Denken, Phantasie und Kreativität verantwortlich, was sich im Tennis meist als Vorteil erweist.

Berühmte Linkshänder: Martina Navratilova, Monica Seles, Rod Laver, Jimmy Connors, John McEnroe

Lob engl. lob
Hoch und weit über den Gegner gespielter Ball. Das Racket wird beim Schlag mit leicht geöffneter Schlagfläche nach oben geführt. Es werden der gerade Lob ohne jeden Schnitt und der Lob mit Rückwärtsdrall (Slice). Beide Schlagvarianten sind ausschließlich Defensivschläge, die besonders gerne bei Sonnenschein und Wind angewandt werden.

Der Lob mit Vorwärtsdrall ist ein Angriffsschlag und wird wie ein normaler Topspinschlag, nur etwas stärker nach oben gerissen, ausgeführt. Mit einem Topspin-Lob können direkte Punkte gewonnen werden.

Longbody
Longbodys sind Schläger, die länger als 68,5 cm sind. Als die Schläger noch aus Holz gebaut waren, konnten sich Longbodys nicht durchsetzen, weil sie zu schwer waren. Mitte der 80er Jahre brachten verschiedene Firmen extralange Modelle auf den Markt. Im allgemeinen Sprachgebrauch setzte sich dann die Bezeichnung Longbody durch.

Die modernen Schläger sind bis zu 3,5 cm länger, meistens jedoch nur 1 bis 1,5 cm.

Longline
Ein Schlag, der parallel zur Seitenlinie geschlagen wird. Ein Longline-Ball eignet sich besonders als Passierschlag, wenn der Gegner bereits zum Netz aufgerückt ist und dadurch eine Spielfeldseite nicht mehr komplett abdecken kann.

Love
In der internationalen Zählweise die Bezeichnung für "Null". Love ist von der englischen Redewendung "to do something for love": etwas umsonst tun abgeleitet.

Love ist nicht, wie manchmal behauptet aus dem französischen "l´oeuf "(= Ei) entstanden - angeblich nach dem Ausdruck "duck´s egg" im Cricket.

Spätestens seit dem 17. Jahrhundert verwendete man den Ausdruck "to play for love", um Spiele ohne Geldeinsätze zu bezeichnen. Beim Tennis der Frühzeit wurde um viel Geld gespielt. "For Love" bedeutete, daß kein gewinnbringender Punkt erzielt wurde.

Lucky Loser
ist ein Turnierteilnehmer, der nach Beginn der Qualifikation ohne sich qualifiziert zu haben für einen ausgefallenen Teilnehmer ins Hauptfeld kommt.

Teilnehmer, die Anspruch auf einen Lucky-Loser-Platz erheben, müssen sich spätestens eine 1/2 Stunde vor dem angesetzten Spielbeginn dieses Spieltages beim Oberschiedsrichter persönlich in eine Anwesenheitsliste eintragen und innerhalb von 5 Minuten nach Aufruf spielbereit sein.