Tennislexikon H

Halbfinale
Vorschlussrunde oder Semifinale eines Turniers, die Runde der letzten Vier. Die Sieger der beiden Halbfinals erreichen das Finale. Manchmal wird unter den Verlierern der beiden Halbfinals der 3. Platz ausgespielt.

Halbvolley
Unmittelbar nach dem Absprung geschlagener Ball. Meist als Notschlag auf dem Weg zum Netz gespielt, wenn einem der Ball des Gegners vor die Füße springt und kein echter Volley mehr möglich ist.

Im modernen Tennis werden Halbvolleys auch von der Grundlinie gespielt, wenn die Zeit zum Ausholen nicht mehr reicht. Dadurch wird das Spiel schnell gemacht.

Handsome Eight
Die ersten acht offiziellen Tennisprofis nannten sich "Handsome Eight". Sie wurden 1968 vom amerikanischen Milliardär Lamar Hunt für seine World Championship Tennis-Tour (WCT) verpflichtet.

Die Handsome Eight, die sich nach 30 Jahren zum Jubiläum trafen, waren Dennis Ralston, Roger Taylor, Tony Roche, Pierre Barthes, WTC-Director Al Hill Jr., John Newcombe, Niki Pilic, Butch Buchholz und Cliff Drysdale.

Das erste Profi-Turnier der acht Spieler fand im Januar 1968 im australischen Sydney statt, bereits drei Jahre später bestand die WCT aus mehreren Dutzend Spielern bei 20 Turnieren mit einem Gesamtpreisgeld von einer Million Dollar, wobei der Sieger jedes Turniers 50000 Dollar erhielt. 1976 wurde das Preisgeld verdoppelt.

Nach jeder Saison zwischen Januar und Mai qualifizierten sich die besten acht Spieler für das WCT-Finale, das bis 1988 jeweils in Dallas/Texas stattfand. Die Spielergewerkschaft ATP, die sich in dieser Zeit intensiv für die Belange der Profis einsetzte, aber eine eigene Tour durchsetzen wollte, zwang die WCT ein Jahr später zur Aufgabe der Turnierserie.

Helmis, Franz
langjähriger Präsident und Ehrenpräsident des Deutschen Tennis Bundes, zuvor Präsident des Bayerischen Tennis-Verbandes.

Ihm zum Andenken wurden die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften der Jungsenioren in Große Franz Helmis- Spiele umbenannt.

Henner-Henkel-Spiele
Die Henner-Henkel-Spiele sind erstmalig 1950 ausgetragen worden. Der Deutsche Tennis Bund hat diese dem Gedächtnis Henner Henkels, dem deutschen Spitzen- und Davispokalspieler von Weltklasse, gewidmet, der aus dem Zweiten Weltkrieg nicht zurückkehrte.

Holzschläger
Alle Racketsportarten wurden mit Schlägern aus Holz oder verleimten Schichthölzern gespielt. Im Ende der 70er Jahre wurden die Tennisschläger aus Holz von Aluminium, Kunststoffen und Graphit abgelöst.

Vom 13. bis in die späten 70er Jahre des 20. Jahrhunderts spielten die Tennisspieler mit Rackets aus Holz. Es war bruchfest, besaß die beste Schwingungsdämpfung. Mit mehrfach verleimten Schichten erzielte man noch stabilere Rahmen. Leichte Materialien haben die Holzschläger ersetzt.