Tennislexikon G
Garros, Roland
Französischer Jagdflieger, begeisterter Rugby- und Tennisspieler. Er überquerte 1913 als erster Mensch mit dem Flugzeug das Mittelmeer. 1918 wurde er bei einem Luftkampf über dem Ärmelkanal abgeschossen. Nach ihm wurde das "Stade Roland Garros" benannt, in dem seit 1928 die French Open durchgeführt werden.

Golden Slam

Siege bei den vier Grand Slam-Turnieren in Melbourne, Paris, Wimbledon, New York und bei den Olympischen Spielen innerhalb eines Kalenderjahres.

Dies schaffte bisher nur das deutsche "Tennisaushängeschild" Steffi Graf im Jahr 1988.

Gottfried-von-Cramm-Spiele
Die bisherigen Deutschen Mannschaftsmeisterschaften des Nachwuchses wurden ab 1977 zum Andenken an Gottfried Freiherr von Cramm, dem erfolgreichsten deutschen Tennisspieler und besten Repräsentanten des deutschen Tennissports in der Zeit vor und nach dem Zweiten Weltkrieg, in "Große Gottfried-von Cramm-Spiele" umbenannt. Seit 1989 werden sie nicht mehr ausgetragen.

Grand Slam
Siege bei den vier Grand Slam Turnieren innerhalb eines Kalenderjahres.

Den Grand Slam gewannen 1938 Donald Budge, 1962 und 1969 Rod Laver, Maureen Connolly 1953, 1970 Margaret Court und 1988 Steffi Graf.

Grand Slam-Turniere
Die vier bedeutendsten Turnier der Welt:

Australian Open in Melbourne, French Open in Paris, Wimbledon in London, US Open in Flushing Meadows/New York

Griffband
Vollständige Ummantelung des Schlägergriffs, um Blasenbildung an den Händen zu vermeiden.

Viele Spieler unterschätzen die Bedeutung der Griffbänder, die auf die Griffschale gewickelt werden. Es wird unterschieden in Basisgriffbänder (direkt auf dem Griff) und Übergriffbänder (Overgrips). Einfache Basisbänder gegen Schockabsorption müssen mit Überbändern für den guten Griff gespielt werden. Die meisten Basisbänder spielen sich komfortabel, saugen den Handschweis auf und benötigen keine Overgrips.

Griffe
Haltung der Hand am Griffende des Schlägers. Für die unterschiedlichen Schläge gibt es unterschiedliche Griffe, alle mit englischen Bezeichnungen:

1. Continental: Schwacher Griff von oben auf das Griffende. Daumen und Zeigefinger bilden ein leicht nach links verschobenes V.
Griff für Aufschlag, Slice und Volley, meist von Serve-and-Volley-Spielern bevorzugt. Die Grundschläge sind etwas wackelig.
2. Semi-Western: Normaler Vorhandgriff. Die Hand ist hinter dem Griff. Das leicht angelegte Handgelenk bringt die Schlagfläche hinter den Ball.
Alle Vorhandschläge sind möglich, ohne den Griff zu verändern.
3. Extreme-Western: Topspingriff. Die Fingerspitzen liegen obenauf, der Arm ist oft angewinkelt. Der Schläger kann mit einer Peitschenbewegung steil über den Ball gezogen werden.
4. Semi-Eastern: Normaler Rückhandgriff. Die Faust zeigt Richtung Netz. Der Semi-Eastern ist für gerade Schläge und die leicht überrissene Rückhand geeignet.
5. Extreme-Eastern: Wenig angewandter Rückhandgriff (selten bei der Vorhand). Die Fingerknöchel zeigen nach vorn. Bei dieser Griffhaltung muß der Spieler zum Ausholen weit in die Knie gehen.
Griffstärke
Größenangabe des Schlägergriffs in Inch. In Deutschland haben sich Bezeichnungen von 1 bis 7 eingespielt:


Inches Griffstärke Umfang in mm
4 1/8 1 105
4 1/4 2 108
4 3/8 3 111
4 1/2 4 114
4 5/8 5 118
4 3/4 6 121
4 7/8 7 124


Grundlinienspiel

Aus dem hinteren Teil des Spielfeldes geschlagene Bälle. Der Spieler ist auf oder hinter der Grundlinie postiert.

Gymnastik
Vor jedem Training und jedem Match sollte man die Muskulatur mit Dehnübungen umfassend aufwärmen. Dabei sind für den Tennisspieler folgende Muskelpartien besonders wichtig:

1. Hintere Oberschenkelmuskulatur: Legen Sie die Füße im Wechsel aufs Netz und ziehen Sie die Zehen mehrfach zum Körper hin.
2. Unterarmmuskulatur: Nehmen Sie Ihren Schlagarm vor den Körper und drücken das Ellenbogengelenk durch. Ziehen Sie nun die Hand zum Körper.
3. Ellbogenstrecker: Nehmen Sie den Schläger mit einer Hand hinter den Körper und ziehen Sie mit der anderen Hand den Racketkopf nach unten.
4. Vordere Oberschenkelmuskulatur: Gehen Sie in die Hocke und setzen abwechselnd ein Bein nach hinten. Dehnen Sie so die Vorderseite des Oberschenkels.
5. Obere Wadenmuskulatur: Stützen Sie sich am Netzpfosten ab und drücken Sie die Füße im Wechsel vom Boden ab, bis es in den Waden leicht ziept.
6. Schultermuskulatur: Drücken Sie mit Hilfe des zweiten Armes den Schlagarm an den Körper.
Bei den einzelnen Übungen beide Körperhälften bzw. Arme oder Beine dehnen.